Spammer schrecken selbst vor dem FBI nicht zurück
Am 12.07.2010 erhielt ich eine E-Mail, angeblich ausgestellt vom FBI Headquarters in Washington, D.C. Nachdem ich den Anhang las, hatte ich erhebliche Bedenken, denn das FBI hat sicherlich andere Aufgaben, als sich um dergleichen unbedeutende Angelegenheiten zu kümmern, dabei noch Bankdaten anzufordern. Hier der entsprechende Auszug:
Do contact Mrs. Michelle Isaac of the ATM CARD center with your details (Treten Sie mit Mrs. Michelle Isaac vom ATM-KARTEN-CENTER mit Ihren Details in Verbindung):
FULL NAME:
HOME ADDRESS:
TELL:
CELL:
CURRENT OCCUPATION:
BANK NAME:
Eine alte Masche neu aufpoliert
Bereits Mitte 2008 kursierte eine neue Masche von SPAM-Mails im Netz, in welchen Nigeria-Betrüger vor ihresgleichen warnen und Behebung eines Schadens in Aussicht stellen - um letztlich so noch mehr Opfer zu finden. Das Portal Computerbetrug.de berichtete bereits am 29. Oktober 2008 unter dem Motto "Betrüger warnen vor Betrügern" davon.
Der absolute Hammer
Auf die gleiche Weise, wie bei den Afrika Spams, verfahren Betrüger nun, diesmal jedoch im umgekehrten Sinn. Es wird ebenfalls in einem PDF-Anhang verlangt, Daten preiszugeben. Die Begründung dafür, der Absender benötigt diese Daten, damit er hilfreich eingreifen kann, um einen illegalen Geldtransfer überhaupt zu ermöglichen und diesen zu legalisieren. Der Spammer verspricht, dass der Empfänger doch noch und auf gesetzlich abgesicherte Weise, an das Millionenerbe kommt, allerdings mit der Bedingung, zuvor eine Bearbeitungsgebühr von 300,00 US-Dollar zu berappen.
Damit sich der Empfänger der SPAM-Mail absolut sicher glauben soll, kommt diese Mail angeblich vom FBI Headquarters in Washington, D.C. Um die Frechheit auf die Spitze zu treiben, wird noch ein Link hinzugefügt, der direkt zum originalem FBI-Portal führt:
www.fbi.gov/libref/directors/directmain.htm
Federal Bureau of Investigation [33.53 Kb]
Übersetzung von Federal Bureau of Investigation [13.08 Kb]
Telefonbetrüger agieren ähnlich
Die Masche ist nicht neu, da sie von Telefonbetrügern ähnlich praktiziert wird. Ein dubioser Anruf bietet gegen Gebühren Abhilfe, die Sie vor lästigen Anrufen bezüglich angeblicher Teilnahme an Gewinnspielen schützen soll. Hierbei gilt ebenfalls das Motto "Betrüger warnen vor Betrügern". |
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Juli 2010 )
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